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Odoo 20 Warenwirtschaft: Lager, Einkauf und Verkauf in einem System

Nachbestellmengen vorschlagen lassen, Wareneingänge zuordnen, Chargen zurückverfolgen und Lieferungen versenden – alles direkt in Odoo. Mit Odoo 20 werden Einkauf, Lager, Verkauf und Versand in einer Warenwirtschaft miteinander verbunden. 

Kommt dir das bekannt vor? Dienstag, 8 Uhr: Eine Kundin fragt nach 200 Stück eines Artikels. Auf dem Bildschirm steht „lagernd“, doch zwei Paletten stehen noch ungebucht an der Rampe. Die letzte Nachbestellung hat jemand per Zuruf ausgelöst. Am Freitag fehlt genau dieser Artikel - der Lieferant schreibt, die Ware sei „schon unterwegs“. Wann sie ankommt, weiß niemand.

Das kostet Zeit, schafft Rückfragen und im schlechtesten Fall eine verärgerte Kundin.

Genau hier setzt Odoo 20 an: Bestellung, Wareneingang, Bestand und Lieferung werden in einem System miteinander verbunden. Du steuerst deine Warenwirtschaft zentral, von der Nachbestellung bis zur Lieferung. Eine Übersicht aller Neuerungen findest du hier: Odoo 20: Alle Neuerungen im Überblick für österreichische Unternehmen.

„Der entscheidende Vorteil ist, dass niemand mehr nachfragen muss: Was ist im Lager, was ist unterwegs, und was liegt schon viel zu lange im Lager? Wenn das System diese Antworten bereitstellt, bestellst du ruhiger und lieferst verlässlicher.“

Harald KonnerthHarald Konnerth
CEO, ACIS GmbH

Odoo 20 Warenwirtschaft: Nachbestellen ohne Bauchgefühl

Die Zahlen über die Mindest- und Höchstmengen hat vor Jahren jemand geschätzt, und seither hat sie niemand mehr angefasst. Manche Artikel gehen aus, andere liegen monatelang im Regal und binden Geld. Mit Odoo 20 bekommst du für deine Nachbestellregeln einen Vorschlag, der auf deinen eigenen Zahlen beruht.

So funktioniert der Ablauf:

  1. Regel anlegen: Für den Artikel legst du eine Nachbestellregel an.
  2. Vorschlag erhalten: Odoo schlägt Mindest- und Höchstmenge vor (anhand deiner Bedarfsstatistik und der Bestellhäufigkeit).
  3. Prüfen: Du siehst dir den Vorschlag an und kannst manuelle Anpassungen machen.
  4. Nachbestellen: Du bestellst anschließend mit einem einzigen Klick nach.

Dein Vorteil: Du bestellst auf Basis von Zahlen statt nach Bauchgefühl und vermeidest Fehlmengen.

Einkauf: Lieferzeiten und Konditionen im Griff

Der Lieferant bestätigt einen Termin, der dann verstreicht. In der Bestellung steht weiter das alte Datum, und ob ein Lieferant wirklich zuverlässig liefert, weiß nur der Einkäufer aus dem Gedächtnis. Odoo 20 bringt dafür mehrere Verbesserungen direkt in der Bestellung.

Ablauf in der Praxis:

  1. Standardwerte festlegen: Im Lieferantenformular hinterlegst du einen Standard-Incoterm, also die vereinbarte Lieferbedingung, zum Beispiel wer die Fracht zahlt. Er wird automatisch in alle Angebote und Bestellungen dieses Lieferanten übernommen.
  2. Angebote vergleichen: Mehrere Angebote stellst du auf dem verbesserten Vergleichsbildschirm gegenüber und wählst die beste Option leichter aus.
  3. Ankunftsdatum anpassen: Das voraussichtliche Datum änderst du direkt in der Bestellung. Das ursprüngliche Datum des Lieferanten bleibt sichtbar, damit die pünktliche Lieferquote stimmt.
  4. Termin neu berechnen: Ist ein Termin verstrichen, berechnest du die neuen Lieferdaten mit einem Klick neu.

Dein Vorteil: Du planst mit realistischen Lieferterminen, siehst, welcher Lieferant pünktlich liefert, und vergleichst Preise schneller.

Kaufst du in Gebinden, etwa im Karton statt je Stück, zeigt der Produktkatalog die Kosten je Produkteinheit neben den Kosten je Einkaufseinheit. Rahmenaufträge gliederst du jetzt wie Bestellungen mit Abschnitten und Anmerkungen, und in Bestellungen siehst du Gesamtbeträge je Abschnitt.

Bestellst du bei Lieferanten mit eigenem Webshop, öffnest du diesen mit dem ACIS-Zusatzmodul Externer Katalog (OCI, IDS, cXML) direkt aus Odoo. Die Rechnung dazu bezahlst du danach direkt aus Odoo, wie im Beitrag Odoo 20 Buchhaltung: Rechnungen direkt bezahlen und Kundenzahlungen einziehen beschrieben.

Wareneingang: Ware schneller zuordnen und verräumen

Die Palette steht an der Rampe, auf dem Lieferschein steht eine Nummer, die niemand zuordnen kann. Bis der Lagerverwalter die passende Bestellung gefunden hat, steht die Ware im Weg.

Lösung mit Odoo:

  1. Lieferanten erkennen: Auf dem Wareneingangsbeleg steht die Bestellreferenz deines Lieferanten. Dein Lagerteam sieht sofort, von wem die Lieferung kommt, ohne die Bestellung zu öffnen.
  2. Verpackungen einbuchen: Die Barcodes der Produktverpackungen pflegst du im Produktformular, für einzelne Varianten auch mit unterschiedlichen Verpackungen.
  3. Route festlegen: Push-Routen schicken die Ware je nach Ankunftsort weiter. Wird sie am Lagerort „Wareneingang A“ gebucht, folgt sie Route A, am Lagerort „Wareneingang B“ Route B.
  4. Etiketten drucken: Etiketten für Lagerorte druckst du im Etikettendruckerformat ZPL. Die Vorgangsart zeigt dir vorab, welche Barcode-Anweisungen dein Mitarbeiter am Scanner sieht.

Dein Vorteil: Die Ware ist schneller verräumt, im Lager gibt es weniger Rückfragen, und du musst Lieferanten nicht mehr manuell zuordnen.

Fallen Fracht oder Zoll an, hinterlegst du Einstandskosten für die einzelnen Produkte eines Transfers. Wer wissen will, wann eine Lieferung fertig kommissioniert ist, abonniert den Status des Transfers und bekommt eine Benachrichtigung. 

Rückverfolgbarkeit: Welche Charge ging an wen?

Ein Lieferant meldet ein Problem mit einer Charge. Jetzt musst du wissen: Wo steckt sie, und wer hat sie bekommen? Wenn du dafür in mehreren Listen suchen musst, verlierst du viel Zeit.

Ablauf in der Praxis mit Odoo:

  1. Nummern erfassen: Chargen- oder Seriennummern erfasst du schon beim Wareneingang.
  2. Bericht öffnen: Im Rückverfolgbarkeitsbericht siehst du vorgelagerte und nachgelagerte Nummern in einem einzigen Bericht: woher die Ware kam und wohin sie gegangen ist.
  3. Verbleib prüfen: Die Endstandorte der Chargen sind hervorgehoben, Zwischenstationen abgeblendet.

Dein Vorteil: Bei einer Reklamation weißt du schnell, welche Kundinnen und Kunden betroffen sind, ohne mehrere Listen abzugleichen.

Versand: Etiketten, Abholstellen und Frachtpapiere

Versandetikett im Portal des Zustellers erzeugen, Sendungsnummer kopieren, Frachtbrief für den Lkw von Hand ausfüllen: bei jeder Lieferung dasselbe. Odoo 20 holt mehrere dieser Schritte in dein System.

Deine Vorteile:

  • Abholstellen direkt wählen: Die von Sendcloud-Zustellern vorgeschlagene Abholstellen wählst du im Verkaufsauftrag oder im Transfer. Bei Webshop-Bestellungen kannst du sie auch nach der Bestellung noch korrigieren.
  • Etiketten aus Odoo: Mit der neuen Anbindung an ShipStation berechnest du Versandkosten und rufst Versandetiketten und Sendungsnummern direkt aus Odoo ab.
  • Paketreferenz auf dem Etikett: Die Paketreferenz aus Odoo geht an Sendcloud und erscheint auf den Etiketten von Spediteuren, die Paketreferenzen unterstützen.
  • CMR vorausgefüllt: Für internationale Straßentransporte lädst du das CMR-Formular, also den Frachtbrief, aus der Lieferung herunter. Der Frachtbrief ist bereits mit den Daten der Übermittlung befüllt.
  • Zolltarifnummern je Variante: Die HS-Codes legst du jetzt je Produktvariante fest.

Welche Zusteller und Länder du nutzen kannst, hängt von der jeweiligen Anbindung ab.

Verkauf und Webshop: Bestand, auf den du dich verlassen kannst

Im Webshop steht ein Artikel als lieferbar, im Lager ist er längst weg. Die Kundin bestellt, und du schreibst eine Entschuldigung. Odoo 20 bringt Lager und Verkauf näher zusammen.

Deine Vorteile:

  • Ein Bestand im Webshop: Der Webshop arbeitet laut Release Notes auch mit vereinfachter Lagerverwaltung. Pro Produkt gibt es eine verfügbare Menge, die Lager-App und Transfers sind dafür nicht nötig.
  • Sortiment passt sich an: Produkte nimmst du je nach Lagerverfügbarkeit automatisch aus dem Sortiment und stellst sie wieder ein. Zwei neue Filter zeigen „Auf Lager“ und „Im Ausverkauf“.
  • Ware gezielt zuteilen: Welche Ware welchem Auftrag zugeteilt wird, entscheidest du direkt im Prognosebericht. Den Zuteilungsbericht hat Odoo neu gestaltet.
  • Versand ohne Lager-App: Die Versandbestätigung per E-Mail und die Abwicklung von Verkaufsaufträgen laufen auch ohne Lager-App.
  • Einfachere Retouren: Kundinnen und Kunden senden Produkte über das Kundenportal zurück. Den Retouren-Assistenten gibt es nicht mehr, der Ablauf ist einfacher.
  • Überblick im Verkauf: Ein Dashboard oben in den Listen für Angebote und Aufträge zeigt dir die Lage. Die Marge bearbeitest du direkt in der Auftragszeile. Der Verkaufspreis rechnet sich dann neu.

Mehr Überblick über Bestand und Kosten

Schnelle Abläufe helfen nur, wenn du auch den Überblick behältst. Odoo 20 verbessert deshalb mehrere Auswertungen.

Bestand zu einem Stichtag

Wie dein Lager an einem bestimmten Tag aussah, etwa zum Monats- oder Jahresende, siehst du im Lagerbestandsbericht mit der neuen Datumsauswahl, auf Wunsch mit genauem Zeitstempel. Deine Filter bleiben dabei erhalten.

Ladenhüter erkennen

Der Bericht zur Bestandsalterung zeigt dir, welche Artikel schon (zu) lange im Lager liegen.

Mehrere Firmen, ein Bestand

Gehören mehrere Gesellschaften zu deiner Gruppe, läuft der Austausch zwischen den Firmen in Odoo 20 deutlich einfacher. Das ändert sich konkret:

  1. Bestand auffüllen: Eine Firma holt sich Ware über Routen direkt aus dem Lager einer anderen Firma.
  2. Verkauf ausliefern: Ein Verkaufsauftrag kann aus dem Lager einer anderen Firma geliefert werden.
  3. Kosten übertragen: Die Bewertungskosten wandern mit der Ware von einer Firma zur anderen.
  4. Aufträge abgleichen: Änderungen an verknüpften Verkaufs- und Einkaufsaufträgen kommen bei der anderen Firma an.

Ein System für deine gesamte Warenwirtschaft

Der größte Vorteil liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern im Zusammenspiel aller Abläufe. Von der Nachbestellung über den Wareneingang bis zur Lieferung bleiben deine Daten in Odoo.

Was bedeutet das für dein Unternehmen?

  • Weniger Fehlmengen und Ladenhüter: Nachbestellmengen kommen aus deiner Bedarfsstatistik, und der Bericht zur Bestandsalterung zeigt, was liegen bleibt.
  • Verlässlichere Lieferzeiten: Ankunftsdaten, Incoterms und Angebote pflegst du dort, wo du bestellst.
  • Schnellerer Wareneingang: Bestellreferenz, Barcodes und Routen sparen Suchen und Rückfragen.
  • Schnelle Auskunft bei Reklamationen: Ein Bericht zeigt dir, woher eine Charge kam und wohin sie ging.
  • Weniger Abtippen im Versand: Abholstellen, Etiketten und Frachtbrief kommen direkt aus Odoo.
  • Ein Bestand für Lager und Webshop: Der Shop weiß, was lieferbar ist, und blendet aus, was fehlt.

Odoo 20 in Österreich und Deutschland: ACIS verbindet Lager, Einkauf und Versand

Als zertifizierter Odoo-Partner mit Sitz in Linz unterstützt die ACIS GmbH Unternehmen in Österreich und Deutschland dabei, die Warenwirtschaft zu digitalisieren und Abläufe im Lager durchgängig zu gestalten. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Softwarefunktionen, sondern deinen gesamten Weg von der Bestellung bis zur Lieferung.

Wir unterstützen dich bei der Einrichtung von Nachbestellregeln, Lagerorten und Barcodes, bei der Anbindung von Lieferanten und Zustellern, bei der Übernahme deiner Daten und beim Test auf einer Testdatenbank vor dem Umstieg.

Wie der Umstieg auf Odoo abläuft, kannst du hier nachlesen: Odoo Implementierung mit ACIS.


Unser Ziel: Weniger Suchen und Abtippen, mehr Überblick und durchgängige Abläufe, vom Bestand bis zur Lieferung.

Du möchtest Nachbestellungen vorschlagen lassen, Ware schneller einbuchen und Lieferungen direkt aus Odoo versenden? Dann melde dich bei uns. Wir zeigen dir, wie du Einkauf, Lager und Verkauf in einem durchgängigen Odoo-Ablauf verbindest.

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Häufige Fragen zur Warenwirtschaft in Odoo 20

Neu sind unter anderem vorgeschlagene Mindest- und Höchstbestände für Nachbestellregeln, ein Bericht zur Bestandsalterung und der Lagerbestand zu einem vergangenen Datum. Dazu kommen ein verbesserter Rückverfolgbarkeitsbericht, Anpassungen im Einkauf wie das bearbeitbare Ankunftsdatum und neue Anbindungen für den Versand.

Nicht unbedingt. E-Commerce arbeitet in Odoo 20 auch mit vereinfachter Bestandsverwaltung: Pro Produkt gibt es eine verfügbare Menge, die Lager-App muss nicht installiert werden. Für Abläufe wie Wareneingang mit Routen oder die Rückverfolgung von Chargen gehört die Lagerverwaltung jedoch dazu.

Ja, die zwischenbetrieblichen Abläufe wurden verbessert. Du füllst mit Routen den Bestand einer Firma aus einer anderen auf und lieferst einen Verkaufsauftrag aus dem Lager einer anderen Firma aus. Bewertungskosten werden zwischen den Firmen übertragen.

Entscheidend sind deine Edition, deine Zusteller und die jeweilige Anbindung. Wir empfehlen, das vor dem Upgrade mit deinem Odoo-Partner zu klären und auf einer Testdatenbank zu prüfen.

Odoo 20 schlägt dir Mindest- und Höchstbestände für deine Nachbestellregeln vor. Du musst diese Werte also nicht mehr nach Bauchgefühl festlegen. Du siehst, wann eine Nachbestellung nötig wird, und kannst die Vorschläge übernehmen oder anpassen.

Ja. Der Rückverfolgbarkeitsbericht wurde verbessert. Du siehst damit, welche Chargen oder Seriennummern du eingekauft hast und an wen du sie geliefert hast. Das hilft dir bei Rückfragen von Kundinnen und Kunden oder bei einem Rückruf, weil du nicht in einzelnen Belegen suchen musst.

Dafür gibt es den neuen Bericht zur Bestandsalterung. Er zeigt dir, wie lange die  Ware schon im Lager liegt. Zusammen mit dem Lagerbestand zu einem vergangenen Datum siehst du auch, wie sich dein Bestand zu einem Stichtag zusammengesetzt hat. Das ist praktisch für Inventur, Bilanz und die Frage, welche Artikel du künftig weniger einkaufen solltest.


Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026

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Dein Ansprechpartner DI Harald Konnerth
Dein Ansprechpartner Harald Konnerth +43 732 270 220 office@acis.at